Derby in Bitterfeld-Wolfen


Wettbewerb Verbandsliga Sachsen-Anhalt
Datum & Uhrzeit 14.04.2019, 14:00 Uhr
Spiel 1. FC Bitterfeld-Wolfen - SG Rot-Weiß Thalheim
Eintritt 5€
Ergebnis 0:1 (0:0)
Spielort Jahnstadion, Bitterfeld-Wolfen
Spielort Kapazität 7.500
Zuschauer 382 (200 Gäste)
Programmheft Nein
Eintrittskarte Richtige Eintrittskarte


„Seh‘n wir uns nicht in dieser Welt, dann seh‘n wir uns Bitterfeld“ heißt es in einer Bitterfelder Sage. Dieser Spruch samt seiner Stadt ist spätestens seit dem Kultfilm „Go Trabi Go“ bekannt, denn Bitterfeld war die Heimat der Familie Struutz mit dem Familien-Trabi Schorsch.

 

Wieso ist das hier die Einleitung? Das ist doch ein Spiel in Wolfen? Durch die Landkreis-Reform in Sachsen-Anhalt 2007 heißt die Stadt seit dem Bitterfeld-Wolfen. Nebenbei bemerkt hat diese Reform dafür gesorgt, dass Geneinden aus Sachsen-Anhalt in der Liste der größten Gemeinden Deutschlands nach Berlin und Hamburg Platz drei bis fünf belegen.

Der heutige Gegner aus Thalheim gehört ebenfalls zu dieser Eingemeindung, also ist dies hier tatsächlich ein echtes Derby.

Weiterhin ist der 1.FC Bitterfeld-Wolfen der Nachfolgeverein des VfL Bitterfeld, in der DDR als BSG Chemie Bitterfeld unterwegs. Der Verein spielte seit seiner Gründung bis zur Wende immerhin durchgängig in den ersten vier Ligen. Die Ursprüngliche Heimat war das Fritz-Heinrich-Stadion in der Bitterfelder Innenstadt, direkt am großen Groitzschsee.

Das Stadion kann immer noch mit der Jugend oder ab und an mit der zweiten Mannschaft besucht werden.

Nun spielt man also im Jahnstadion in Wolfen, die alte Heimat des in die Insolvenz gegangenen Grün-Weiß Wolfen.

 

Als großes Derby wurde es vorher auch angekündigt, wovon ich bei der Zusage zu dieser Fahrt gar nichts mitbekommen habe. Auch der Gegner war mir dabei egal, Hauptsache der Ground wird abgehakt.

Am Parkplatz wunderte ich mich über die Schmierereien „SGJ“ und „1931“, immer noch nicht wissend, wer eigentlich spielt. Die SG Thalheim von 1931 spielt heute hier aber und hat vorher schon ein paar Grüße hin geschickt. Das „J“ sollte ein „T“ darstellen und schon ergab alles irgendwie Sinn. Eine echte „Schmiererei“ eben.

Noch mehr Sinn ergab der Pulk der Gästefans, der zeitgleich mit uns eintraf und erstmal mit Gesängen auf sich aufmerksam machte. Nachdem sie sich gesammelt haben, feuerten sie ein paar Bengalen und Rauch los, ehe sie das Stadion betraten und einen Supporterblock eröffneten.

 

Das Stadion ist ziemlich schick. Stehplatzblöcke rings herum. Die Haupttribüne sieht ein bisschen aus wie ein Flugzeughangar. Sowas habe ich als Tribünenkonstruktion bisher auch noch nicht gesehen.

Der Stadionsprecher machte vor dem Spiel alle nochmal besonders heiß, erwähnte die Größe des Spiels als „wichtigstes Spiel des Jahres“, zumal es für Bitterfeld gegen den Abstieg geht. Man steht bereits mit einigen Punkten Rückstand auf einem Abstiegsplatz.

Die Supporter der Gäste standen „im Hangar“ ganz links und feuerten ihr Team gut mit Gesängen und einiger Optik an.

Diese konnten am Ende auch 1:0 gewinnen, was exakt das Hinspielergebnis egalisierte.

Die Gästefans natürlich total aus dem Häuschen, welche sogar den Großteil der offiziellen 382 Zuschauer (im Stadion angesagt wurden 415) gestellt haben dürften.




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