HSV Barmbek-Uhlenhorst von 1923 II - SC Victoria Hamburg II


Wettbewerb Bezirksliga Nord - Hamburg (7.Liga Deutschland)
Datum & Uhrzeit 05.08.2017, 12:00 Uhr
Spiel HSV Barmbek-Uhlenhorst von 1923 II - SC Victoria Hamburg II
Ergebnis 0:1 (0:0)
Spielort Stadion an der Dieselstraße, Hamburg



Der HSV Barmbek-Uhlenhorst, der in wenigen Jahren sein 100 jähriges Bestehen feiert, gehört definitiv in die Riege der Hamburger Kult-Clubs mit einer sehr intensiven Vereinshistorie.

1928 konnte man sein einziges Spiel in der ersten Liga bestreiten. Durch die Fußball-Revolution von 1928, bei der die norddeutschen Vereine gegen das Ligensystem protestierten, fand in der Saison 1928/29 kein Spielbetrieb statt. Lediglich der erste Spieltag wurde in einigen Bezirken gespielt. Dadurch wurde der Aufstieg von BU quasi nichtig und man spielte in der zweiten Liga weiter.

Durch die NS-Zeit und den Krieg verlor der Verein zuerst Mitglieder und Vereinsorgane, später konnte man mit Müh und Not als Zusammenschluss mehrerer Vereine als Kriegssportgemeinschaft antreten.

Nach dem Krieg musste sich der Verein über Jahre hinweg erst wieder aufbauen und startete im Amateurbereich. Der Wilhelm-Rupprecht-Sportplatz, benannt nach dem ersten Vereinsvorsitzenden, wurde komplett zerstört.

1963 erreichte man erstmalig nach dem Krieg wieder die zweite Liga. In den Folgejahren etablierte man sich in dieser Regionalliga Nord und war der dritte Verein in Hamburg nach dem HSV und St.Pauli.

Der Zuschauerrekord von 7.000 des alten Wilhelm-Rupprecht-Sportplatzes wurde 1967 beim Eröffnungsspiel des umgebauten Platzes gegen den HSV aufgestellt.

Der HSV Barmbek-Uhlenhorst konnte sich sogar für die neugegründete 2.Bundesliga qualifizieren, aus der man jedoch direkt als Tabellenletzter mit einem hohen Schuldenberg wieder abstieg. Der Verein wurde damals durch großzügige Spenden der Bevölkerung und durch die Hilfe namhafter Stars von den Schulden befreit. Es gab Benefizspiele, ein Theater spendete seine Erlöse und es wurden 10.000 Schallplatten produziert, auf der sich ebenfalls das noch heute oft verwendete BU-Lied befindet. Im neuen Jahrtausend ist BU eine feste Größe in der Hamburger Oberliga.

 

2015 war ein ganz besonderes Jahr für den Verein. Die Mitgliederzahl konnte die 1.000er-Marke durchbrechen. Vor fast 5.000 Zuschauern konnte man den Hamburger Verbandspokal gewinnen, wodurch man wenige Wochen später gegen den SC Freiburg im DFB-Pokal antreten durfte.

Dazwischen folgte das Abschiedsspiel des Wilhem-Rupprecht-Sportplatzes. Beim Eröffnungsspiel der Oberliga Hamburg konnte man gegen den Rivalen Altona 93 klar mit 3:0 gewinnen. Der erste Sieg seit über 40 Jahren.

Vor 3.000 Zuschauern auf dem ausverkauften Sportplatz läutete Uwe Seeler das Spiel ein und Lotto King Karl gab nach dem Spiel auf dem Rasen aus einem LKW heraus ein Konzert.

Seit letztem Jahr spielt man nun im neuen Stadion an der Dieselstraße.

 

Der Verein besitzt ebenfalls eine aktive Fanszene, zu großen Teilen HSV-Anhänger, die ebenfalls ihren Heimverein unterstützen.



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